Das war ja echt die Hölle!

101km MTB. Dabei sagten die Daten gar nicht solche Qualen voraus. 

Die Hitze, der erste Tag im Racemodus und wirklich anspruchsvolle Berge forderten allerdings Tribut.

Fast alle von uns zehn Fahrern hatten mit extremen Krämpfen zu kämpfen. Für mich mag das schon normal sein, dieses mal traf es aber auch alle anderen.

Die Erleichterung im Ziel war riesengroß. Der See direkt im Zielbereich wurde sofort für eine erste Abkühlung genutzt. Die konnten wir brauchen. 37 Grad ist schon mollig.

Die Jüngsten waren auch die Schnellsten. Marius und Rolf sind in 5:03 ins Ziel gekommen. Glückwunsch Jungs.

Die morgige Etappe wir ein bisschen härter, mal sehen was morgen so geht.

Heute sind wir froh mit nur wenigen Stürzen und ohne ernsthafte Verletzungen ins Ziel gekommen zu sein. Die Aufregung vor dem Start Morgen weicht ein wenig der Angst vor dem Start Morgen.

Die zweite Etappe lief besser als erwartet.

Alle 5 Cux Teams sind fast unfallfrei ins Ziel gekommen. Die Pechvögel des Tages waren Arne und Thorsten. Drei Platten in kurzer Abfolge haben 20 Minuten zeit gekostet. Bis dahin lief das Rennen echt gut - soweit.

Wolfgang musste einem verletzten Kollegen mit kompliziertem Knöchelbruch noch kurz beistehen. Diese gute Tat konnte aber in 10 Minuten erledigt werden.

Von der letzten Verpflegung bis zum Gipfel gab es eine echt fiese, weil nasse und voller Kuhdung liegende Schiebepassage.

Die anschließende Abfahrt war eher unspektakulär. Schotterweg und Strasse. Das hat Rolf nicht daran gehindert auch der Straße ein wenig zu viel zu wagen. Das Resultat ist ein gesprungenes Garmin Display und einige Prellungen und Abschürfungen. Gute Besserung Rolf.

Bei der internen Cux Wertung liegen Rolf und Marius aber immer noch vorne und haben ihren Vorsprung weiter ausgebaut.

Die Enduro Einzelwertung konnte Thorsten gewinnen, den Vertikal Ride (heute echt lang) konnte Arne für sich entscheiden..

Unsere Unterkunft liegt 1000 Hm über dem Ziel. Wenn wir morgen zum Start fahren sind unsere Bremsen schon mal warm.

Daher kommt allerdings auch diese Bericht nicht live, sondern eher verspätet zu FB. Wir haben hier kein WLAN und kein Netz.

Dafür ganz niedliche 6 Wochen alte Katzen. Ich glaube die sind mittlerweile 800mal fotografiert worden. Leider habe ich kein Bild für euch. (von den Katzen)

Morgen kommt die Königsetappe. Der Asphaltanteil wir über 50% betragen. Hätte doch lieber mein Rennrad nehmen sollen.

Aber egal, wir fahren die MTB TransAlp und daher auch mit dem MTB.

Königsetappe!! Heute mussten wir eigentlich nur einen richtigen Berg bezwingen. Es ging über den Alpenhauptkamm. Vorbei am Tauernkreuz in 2500 Metern Höhe. Dazu mussten die letzten drei bis vier Kilometer gewandert werden. Diese hochalpine Klettertour war mit Rad natürlich eine besondere Herausforderung.

Das wandern war am Gipfel lange nicht zu ende. Auf der Alpensüdseite mussten wir erst ein langes Schneefeld runterrutschen und dann in einer Klamm absteigen.

Nach dieser Tortur hatten wir dann noch 90km zu fahren.

Im Tal angekommen machte sich die Hitze bemerkbar. Keinesfalls ging es hier nur bergab. Immer wieder kurze fiese Steigungen sollten sich am Ende noch zu 1500 Höhenmetern summieren.

Soeben bekommen wir die Nachricht das sich Rolf bei einem neuerlichen Sturz die Hüfte gebrochen hat. Rolf wurde mit dem Hubschrauber geborgen und ist schon operiert worden. Es geht Rolf den Umständen entsprechend gut. Die Schinderei hat für ihn ein Ende.

Als Fazit muss ich sagen, die Etappe war keinesfalls schön oder MTB würdig. Aber so ist das Rennen. Mein Rennrad wäre heute locker 30 Minuten schneller gewesen.

Eine wirklich wunderschöne Etappe. 

Zuerst allerdings möchte ich noch die Helden des gestrigen Tages ehren. Jochen und Marcus sind die gesamte Königsetappe gefahren. Wenn man zwischendurch abbricht werden 11h gewertet. Nach 9,5 h hat es bei den beiden wolkenbruchartig angefangen zu regnen. Trotzdem haben die beiden tapfer durchgehalten und in einer Zeit unter 11h gefinsht. Ihr habt euch wirklich jede Minute verdient. Gut gemacht, Glückwunsch.

Heute waren es wirklich schöne Trails. Bergab so wie so. Auch die bergauf Stücke waren echt schön. Beeindruckende Aussichten (siehe Fotos). Von den angekündigten Schiebepassagen konnten alle Cuxhavener das meiste fahren. Da macht sich unsere gute Technik und das Training in Altenwalde (Berge ) „wink“-Emoticon wohl bemerkbar. Um uns rum haben auf jeden Fall die meisten geschoben.

Wolfgang hatte heute einen Sturz - nix passiert und Arne und Thorsten mal wieder drei Platten.

Trotzdem haben die beiden die Cuxhavenführung ausgebaut. Alle Teams konnte auch im Gesamtranking weiter nach vorne fahren.

Alte Männer können eben länger Radfahren- oder wie Andi sagen würde "Hinten kackt die Ente"

Zwei Fotos zeigen dir mal den Zielbereich in dem man schnell versucht zu Kräften zu kommen. Gerne genommen der Kaffee bei Sigma.

Heute hatten wirklich alle Spass. Abgerundet wird der Renntag bei einem Bad im See und bei frisch gebrautem Bier. Lecker.

Gestern am 23. haben wir die 5. von 7 Etappen bestritten. Es standen noch einmal 3200hm an.

Die Streckenwahl ist sehr unterschiedlich zu bewerten. Sinnlose Schiebepassagen (sehr lang) und gefährlichen Abfahrten auf Schotterwegen und Straßen werden immer wieder mal von traumhaften Trails unterbrochen.

Heute ging es bei allen Teams sehr gut. Im Ziel waren die Teams weniger weit auseinander als sonst.

Allerdings haben alle Teams im Ziel mehr oder weniger Regen abbekommen. 

Arne, Marius und Thorsten sind bei wolckenbruchartigen Niederschlägen mit Hagel eingelaufen. Gefolgt von Mich, Wolfgang, Mark und Russel. Die sind im Regen angekommen, mussten den letzten Downhill allerdings halb schwimmend bewältigen. Jochen und Monkey durften den Trail gar nicht mehr fahren. Beide mussten die sichere Straße wählen.

Bis auf kleine Blessuren sind alle unverletzt im Ziel angekommen.

Elmarie und Klaus hatten dort für jeden sofort eine Decke oder etwas warmes bereit. 

Für Fotos aus dem Regen oder den frierenden Leuten im Ziel war ich zu erschöpft und habe zu sehr gezittert. Wären eh keine schönen Bilder ;-)

Was für eine einfache Etappe.

Start 500m hoch Traumabfahrt, 1000m hoch, Asphalt runter und dann 700m hoch Downhill fertig.

Es könnte so einfach sein. Allerdings hatte schon der Erste Anstieg so seine Tücken. Er war steil, warm und mit grobem Schotter gespickt.

Die Belohnung für diese Schinderei sollte aber in der Abfahrt folgen. Diese sollte das technisch anspruchsvollste Teilstück werden (Veranstalter).

Arne und Marius als begnadete Kletterer hatten den Plan schnell in denTrail hochzufahren und dann dort den Betrieb aufzuhalten. (Bergrunter ist nicht so ganz noch ihrem Geschmack).

Was soll ich sagen, die Taktik ist voll aufgegangen. Es gab einen Stau vom Abfahrtsstück das gesamte Flachstück entlang bis zum Gipfel. Der Stau dauerte solange, dass Mich, Wolfgang, ich und auch Jochen und Marcus ihn noch zu spüren bekamen.

Aber keine Angst, die Taktik von Arne und Marius war nicht alleine Schuld daran. Der gleiche Plan wurde von sehr viele Rennradfahrern verfolgt. ;-))

Der 1000m Pass wurde jetzt schnell erledigt. Die Abfahrt ins nächste Tal nahm uns den Atem. Bei 39 Grad sollten die letzten 700hm bewältigt werden. Wir sind alle unten in den Pass reingefahren wie nasse Lappen. Aber der Pass wurde flacher und es wurde nach Oben hin kühler. So konnten wir auch dieses Stück bewältigen.

Die folgende Abfahrt war wirklich spektakulär und hatte diese hohen fetten Anlieger zu bieten. Glück hatte wer freie Fahrt hatte und sie nutzen konnte.

Jetzt nur noch 10 Minuten im Flachen bei 35 Grad ins Ziel treten - fertig.

Michi, Jochen, Marcus und natürlich Arne und Marius kamen ziemlich relaxed ins Ziel. Wir anderen waren und sind richtig platt. Daher ist heute nach der Etappe auch noch nix los. Ich habe zwei Stunden gepennt und finde hier niemanden. 

Morgen letzte Etappe. 

Sie haben ihr Ziel erreicht.

Di letzte Etappe hat die gesamte sehr bescheidene Streckenwahl der MTB TransAlp noch einmal getoppt.

Wir hatten schon mit einem solchen Desaster gerechnet und wollten eigentlich den Berg der zu Gardasee führt umfahren. Da unsere Südafrikanischen Freunde aber unbedingt "ordentlich" finshen wollten, sind wir dann alle mit übern Berg.

Der erste Anstieg war wirklich schön. Die folgende Abfahrt wäre auch toll gewesen. Wir hatten uns allerdings dazu entschieden heute kein Rennen mehr zu fahren und von hinten zu starten.  Leider führt das auch dazu mit Radfahrern zu fahren die jede kleine Stufe runterschieben. Daher mussten auch wir die 500hm wieder runterschieben und runtertragen. Sehr schade bei dem Traumtrail.

Sehr ärgerlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Veranstlter mit Absicht kleine Bäume im Weg liegen lässt. Davor staute sich das Feld. 40 Minuten auf der Stelle stehen war die Folge. 

Auf der anderen Talseite ging es dann wieder bergauf. 1500hm mit bis zu 28% Steigung. Mittlerweile war es Mittag und die Temperatur war auf über 40° angestiegen.

Die Cuxhavener saßen bei diesen Steigungen mal wieder am längsten im Sattel. Allerdings schoben um uns herum alle ihr Rad.

Es gab zum Abschluss noch einen wunderschönen Downhill mit Enduro Wertung. 

Trotzdem waren wir alle Froh als es nun endlich zu Ende war. Geschafft, vorbei, nie wieder!

Als Fazit muss ich sagen, es macht keinen Sinn so ein MTB Rennen zu fahren.

Wir fahren auf Straßen wo direkt daneben 1,5m breite Flowtrails laufen. Wir fahren mit Highspeed Schotterstraßen runter und machen noch ganz andere sinnloseund gefährliche Dinge.

Das Rennen ist eindeutig nur für Leute ausgelegt die nicht Radfahren können, bzw. für Leute die sehr, sehr viel Power aber wenig Fahrtechnik haben.

Solltet ihr mal vorhaben so ein Rennen zu fahren fragt mich vorher.


In Zukunft freue ich mich auf schöne MTB Touren mit Freunden.